Am liebsten hätte Jenny sofort für die Familie Normalität wiederhergestellt. Als die Hamburgerin die Geflüchteten Kseniya, Nikos, ihren Sohn Eldar und die Großmutter Larissa über #Unterkunft Ukraine aufnimmt, streckt ihr Umfeld die Hände aus. Innerhalb von 48 Stunden kamen viele Angebote für die Aufgenommenen, auch von bisher unbekannten Personen. Das war für die Familie, aber auch für Jenny selber wichtig: “Die Solidaritätswelle überspült all die deprimierenden Nachrichten, die man täglich in den Medien liest.”

Die Vermittlung an sich verlief viel schneller und unkomplizierter, als Jenny im Vorfeld dachte. “Obwohl es recht unbürokratisch ablief, wurde durch den Videocall und die Dokumentenprüfung auf Sicherheit geachtet”, erzählt sie.

Jenny ist dankbar über den gemeinsamen Einsatz für eine bessere Perspektive, das ist ein gutes Mittel gegen die Ohnmacht. Doch schnell wird auch klar: Normalität kann nicht allein geschaffen werden, indem Sprachkurse genommen werden oder der Sohn mit Jenny’s Kindern zum Sportverein geht. Es braucht vor allem Zeit. Gerade ist es viel wichtiger, anzukommen und die Erfahrungen zu bewältigen.