Die Welle an Hilfsangeboten, die nach Russlands Einmarsch in die Ukraine durch die Städte und Kommunen spülte, umfasste auch das Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen. Zeitgleich zu #Unterkunft Ukraine, die sich als Reaktion auf die Situation gerade zusammengefunden hatten, sendete auch das Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen einen Presseaufruf zur Bereitstellung privaten Wohnraums raus.

Seitdem vermitteln sie parallel zu #Unterkunft Ukraine mit ebenfalls überwältigen Erfolg Wohnraum an geflüchtete Personen in Hamburg.

“Die Solidarität den Ukrainer*innen gegenüber ist toll – doch es darf keine Geflüchteten erster und zweiter Klasse geben”, meint der Koordinator des BHFI Manfred Ossenbeck. Damit bezieht er sich sowohl auf Drittstaatler:innen als auch auf bereits Geflüchtete der letzten Jahre. “Als langjähriges Bündnis für Geflüchtetenhilfe ist es uns wichtig, die Entwicklung bezüglich einer gerechten Verteilung der Hilfsangebote zu beobachten. Und die Vermittlung jetzt besser zu gestalten”

Für effektivere Vermittlungsprozesse leitete Manfred eine Partnerschaft zwischen dem BHFI, das seit 2016 lokale Initiativen koordiniert, und #Unterkunft Ukraine an.

Für die Geflüchtetenhilfe ist Kooperation essentiell, als Bündnis agiert die Organisation ausschließlich durch kooperatives Arbeiten. Die Hilfsangebote und Initiativen zusammenzubringen, ist entscheidend. “Im Moment ist es sehr problematisch, dass es viele kleine, private Initiativen gibt, da diese unkoordinierter ablaufen. Mit einem einzigen großen Angebotspool könnten wir eine bessere Vermittlung anbieten”

Deshalb wollen das Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen und #Unterkunft Ukraine ihre Daten zusammentun. “Im Moment suchen wir, wenn wir in unseren Datensammlungen nichts passendes finden, in den Daten-Pools von #Unterkunft Ukraine.”, erläutert Manfred. “Zukünftig können dann beide Organisationen auf alle Daten zugreifen. Damit reagieren wir auf die vielen doppelt Angemeldeten und unterstützen uns gegenseitig. Zusammenarbeit ist das wirksamste Mittel, um zu helfen.”

geschrieben von Anika Krbetschek