“Setz dich am besten hin” war die Einleitung zur Frage, ob ich die Projektleitung für #UnterkunftUkraine übernehmen möchte. Das Ganze drei Minuten sacken lassen, mehr brauchte ich nicht, um mich dafür zu entscheiden. Genau sieben Wochen ist das nun her. 

Sieben Wochen, das ist eine kurze Lebensdauer für eine so groß gewordene Idee. Das merke ich in meiner Position besonders. Als Projektleiterin versuche ich, alle Fäden zusammenzuhalten, Luft ins Team zu bringen, während der Druck steigt. Der ergibt sich vor allem aus meinen, unseren eigenen Ansprüchen, und denen, die von Außen kommen. Denn von Organisationen in dieser Größe werden andere Strukturen erwartet. Dabei ist der Gedanke, Hoffnungen zu enttäuschen, besonders schwierig für mich. 

Doch klar ist auch – wir wollen keinen “Quick-Fix”, sondern langfristige und sichere Lösungen. Und dafür müssen Strategien entwickelt und Prozesse aufgebaut werden.

Mit der lokalen, dezentralisierten Vermittlung durch Partner ist eine solche Strategie geschaffen worden. Denn diese Partner bringen Expertise und (Wo)manpower mit, um vor Ort Menschen zusammenzubringen und Ankommenden ein erstes sicheres Zuhause, eine Perspektive zu geben. 

Um aus dieser kurzfristigen eine längerfristige Perspektive zu machen, brauchen wir noch viel Ausdauer. Da das alleine keine*r schafft, bin ich besonders für die engagierten und tollen Menschen dankbar, die jeden Tag unermüdlich daran mitarbeiten, Lösungen zu finden.

Ohne euch wäre das alles nicht möglich.