Vorab möchten wir die viele großartige Organisationen würdigen, die neben und mit uns an vielen Stellen Neues wagen, in dem Versuch, fliehenden Menschen aus der Ukraine zu helfen. Jede einzelne Partnerschaft, gerade im Bereich Unterkünfte, bringt uns weiter. Seien es Organisationen, oder Firmen wie airbnb.org, Immoscout24, Wunderflats oder everybedcounts. Wir verfolgen alle das gleiche Ziel: Hilfsbedürftigen sicher und schnell Unterkünfte vermitteln. Nicht in Abgrenzung zu staatlichen Angeboten, sondern wo immer es geht in guter Abstimmung. Denn uns ist klar, dass wir im Laufe dieser Herausforderung alle Ressourcen brauchen werden.

So groß die Energie der Beteiligten ist, so hoch sind die Erwartungen. Für uns als #Unterkunft Ukraine war von Anfang an klar: Vermittlung in einem vollautomatisierten Prozess, das funktioniert nicht. Zentral zu mobilisieren funktioniert, zentral zu vermitteln kann nur eine temporäre Lösung sein. Um langfristig sicher und schnell agieren zu können, wird für uns die Kooperation mit Partner*innen seit Tag Eins immer wichtiger.

Ein solch dezentraler Ansatz ist zwar am Anfang komplexer, kann aber bald mehr leisten als eine eigene telefonische Vermittlung, auch wenn diese jeden Tag besser wird. Vor allem sorgt dieser Ansatz für mehr Sicherheit. Denn mit dem großen Angebot kommt die große Verantwortung. Wenn wir Menschen die Hand reichen, müssen wir auch versichern, dass wir sie daran an einen sicheren Ort führen. Seit den ersten Tagen am Berliner Hauptbahnhof glauben wir, dass es zusätzlich zur digitalen Verifikation eine menschliche Komponente in der Begleitung von Ankommenden und Gastgeber*innen braucht. Nur so können wir dafür sorgen, dass wir Frauen wirklich nur mit Frauen verbinden, dass sich die Parteien an einem sicheren Ort kennenlernen können und auch direkte Ansprechpartner*innen haben, wenn sie Hilfe brauchen.

Wie kann man mit #Unterkunft Ukraine arbeiten, um Ankommende in private Unterkünfte zu vermitteln?

Wir suchen verstärkt Organisationen, die unser Angebot vor Ort am besten nutzen können. Die Zusammenarbeit basiert dabei auf einem leicht verständlichen, halbautomatisierten Zugriff auf unsere Datenbank, gepaart mit der Unterstützung unseres Partnerschaften-Teams. Ein Kooperationsvertrag stellt sicher, dass alle Beteiligten sorgsam mit den Angebotsdaten umgehen.

Seit Mitte März liegt dieses Angebot in allen 300 Kommunen und Städten Deutschlands vor. Viele haben sich seitdem zurückgemeldet, jeden Tag kommen neue dazu. Heute möchten wir dieses Angebot erneuern und erweitern – mit einem Aufruf an alle Hilfsorganisationen und lokalen Bündnisse, uns zu kontaktieren, um gemeinsam einen möglichst großen Beitrag zur Lösung dieser gewaltigen Herausforderung zu leisten. Geeignete Partner*innen haben Erfahrung in der Arbeit mit Ankommenden, arbeiten gut abgestimmt mit den lokalen Behörden, können aus sicheren, staatlichen Erstunterkünften heraus arbeiten und ausreichend Personalkapazität für die Bewältigung der Aufgabe bereitstellen.

Unser Aufruf

So wie wir als Allianz zivilgesellschaftlicher Organisationen zusammen gekommen sind, so laden wir wir hiermit weitere ein, zusammenzukommen, um gemeinsam zu helfen. Unser Angebot steht jeder Organisation offen, die bei der sicheren Vermittlung von Ankommenden in private Unterkünfte helfen kann. Schreibt uns gern direkt an: [email protected]