Es ist kaum möglich sich wirklich hineinzuversetzen, doch ein einfacher Schritt in die richtige Denkrichtung. Doch eine abstrakte Frage an sich selbst hilft im akuten Fall nicht in ausreichender Geschwindigkeit weiter, daher haben wir aus den ersten Erfahrungen unserer Gastgeber*innen eine kleine Liste mit Tipps zusammengestellt:

  1. Erwarte keine überschwingliche Dankbarkeit
    Die Menschen, die du in dein Zuhause einlädst, sind nicht da, weil sie es unbedingt wollten. Das muss dir bewusst sein. Sei nicht enttäuscht, wenn sie dir nicht direkt mit großen Dankesgesten begegnen.
  2. Viele Fliehende sind traumatisiert
    Du musst keine psychologische Erstversorgung leisten, keine Sorge. Wichtig ist jedoch den Menschen ausreichend Raum in Form von Privatsphäre zu geben und sie nicht zu belagern – auch wenn es nett gemeint ist.
  3. Kommunikation kann ein Problem sein
    Dir und deinen Gästen wird oft die Sprache fehlen. Nicht nur wegen der aktuellen Situation, sondern wegen der Sprachbarriere. Doch jeder Versuch zählt. Benutze Übersetzungs-Tools, wenn es nötig ist.
  4. Melde dich, wenn etwas ist
    Wenn du psychologischen Beistand haben möchtest, melde dich direkt bei uns. Gemeinsam mit dem Krisenchat bieten wir einzelne Termine für Gastgebende an.

Gut zu wissen:

Schau auch gern auf unserer Infoseite für Gastgebende vorbei. Dort findest du weitere hilfreiche Links und Tipps: unterkunft-ukraine.de/information-and-tips-for-hosts/